Jagen 110 Teufelsberg - Site III.

 
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Der 115m hohe, nach dem nahegelegenen Teufelssee benannte Teufelsberg wurde mit Trümmern des zerstörten Nachkriegs-Berlin künstlich aufgeschüttet. In den frühen 60´ern erteilte die Britische Streimacht der US-Army die Genehmigung zum Betrieb einer Antennenanlage auf dem Teufelsberg, der im britischen Sektor lag. In den Jahren 1969-1971 wurden dann die ersten festen Gebäude errichtet.



Der
Teufelsberg bot fortan, der amerikanischen ASA (Army Security Agency), einer Unterabteilung der NSA (National Security Agency), sowie der U.S. Air Force Intelligence, eine ideale Platform, um eine der effektivsten Abhörstationen, Richtung Osten zu betreiben.

1957 - 280th ASA Company

1961 - 78th ASA Special Operations Unit

1966 - 54th Special Operations Command

1967 - USASA Field Station Berlin

1977 - USAF 6912 Electronic Security Group  (NSA)

 

Aber auch die CIA, französische Fernmeldeeinheiten, und die 26. Signal Unit / 13. Signal Regiment der britischen RAF (Royal Air Force) waren hier vertreten. Von hier aus wurde der gesamte Funkverkehr des "Warschauer-Pakts" überwacht, abgehört, protokolliert, und auch gestört. Die ca. 800 Spezialisten (INSCOM) die hier "rund um die Uhr" in arbeiteten, wurden 3x täglich mit Bussen auf den "T-Berg" gefahren und nach Schichtende wieder abgeholt.

 



Vor
dem Fall der Mauer plante man eine Modernisierung der Field Station Berlin. Diese sollte bis zum Jahre 1995 erfolgen. Das jährliche Budget veranschlagte man mit 30 - 60 Millionen Euro. Zum damaligen Zeitpunkt hatte der Bund ca 160 Millionen Euro zur Errichtung und Unterhalt der Anlage beigesteuert die, wie auch die USAFSS/ESC Radarstation Marienfelde, Betandteil des weltweiten ECHELON Programms war.



KGB
und MfS versuchten dieses streng geheime Objekt mit allen Mitteln auszuspionieren. So gelang es dem West-Berliner Staatsschutz im Dezember 1981, vier Sovjets und einen DDR Bürger zu verhaften. Sie hatten versucht einen amerikanischen Soldaten für Spionagezwecke anzuwerben, der jedoch nur "zum Schein" auf das Angebot des MfS eingegangen war.

 

1992 wurde der größte Teil der technischen Anlagen demontiert. Die 26. Signal Unit, der Royal Air Force, die seit 1972 hier tätig war, verließ den T-Berg am 29.02.1992. Die US Army schloss die Tore im Oktober 1992. Ein Teil der Gebäude wurde noch eine Zeit lang von der deutschen Flugaufsicht genutzt.

 

1994 Im Sommer ergaben Untersuchungen, dass der Teufelsberg in sich zusammenzusacken drohte. Grund für das zentimeterweise Zusammenschrumpfen des aus über 26 Millionen Kubikmeter aufgeschütteten Berges sind die architektonischen Überreste von Hitlers 1937 begonnener, aber nie vollendeter Wehrtechnischen Fakultät. Der 120m hohe Rhode&Schwarz Funkmast war nicht mehr standfest und wurde demontiert.

 

1996 wurde das 48.000 qm große Areal an die Investorengruppe Gruhl & Partner für "Peanuts" (2,6 Millionen Euro) verkauft. Geplant war die Errichtung von Eigentumswohnungen, Restaurants, Sportanlagen, eines Fünf-Sterne-Hotels, sowie eines Spionagemuseum unter Beibehaltung der markanten Kuppeltürme; ursprünglich vorgesehener Baubeginn: 1998. Die Wohnungen sollten bereits im Mai 2002 fertig sein. Bis heute aber wurden lediglich eine Baugrube ausgehoben und ein Kran aufgestellt. Gegen dieses Projekt inmitten des Landschaftsschutzgebietes Grunewald protestiert die Aktionsgemeinschaft Teufelsberg. Das "Millionärs-Ghetto", wie es abfällig genannt wird, hat in den vergangenen Jahren für heftigen Protest unter Anwohnern und Naturschützern gesorgt.

 

2001 Die Berliner Landesentwicklungsgesellschaft (Bleg) prüft derzeit im Auftrag von Bausenator Peter Strieder (SPD), ob die Baugenehmigung für das 153 Millionen Euro teure Projekt zurückgezogen wird. Die Investorengruppe Gruhl & Partner hat sich offenbar nicht an die vertraglich festgelegten Fristen gehalten. "Wir lassen rechtlich prüfen, ob eine Rücknahme der Baugenehmigung möglich ist", sagt Bleg-Liquidatorin Ulla Luther. Sollte das der Fall sein, müsse geklärt werden, mit welchen Kosten das verbunden sei. "In diesem Fall müsste das Land den Preis für das Grundstück zurückzahlen", so Luther.
Im Sommer 2002 erfolgte dann die Einstellung der Bauarbeiten und bescheidenere Neuplanung.

 

2005 - Nachnutzung der stillgelegten Radaranlagen. Ziel sind jetzt Rückbau und Renaturierung, nachdem eine multifunktionale Bebauung gescheitert war. Es soll eine offene Erholungslandschaft entstehen.

 

 2009 Unterschriften für Denkmal auf dem Teufelsberg

 

Der Plan von amerikanischen Militärveteranen, die ehemalige US-Abhörstation auf dem Teufelsberg wie berichtet als Denkmal des Kalten Kriegs zu erhalten, wird maßgeblich vom Verein "West Alliierte in Berlin" unterstützt. Auf seiner Internet-Seite www.west-alliierte-in-berlin.de ist eine Petition unter dem Motto "Helft den Teufelsberg zu retten" verfasst, die von Befürwortern des Projekts unterschrieben werden kann.

Es sei notwendig, Denkmäler zu schaffen, die an die Freundschaft und die unerschütterliche Unterstützung der westlichen Alliierten im Kalten Krieg erinnern, heißt es in der Petition. Das Gebäude der ehemaligen "Field Station Berlin" auf dem Teufelsberg sei die beste Wahl für solch ein Denkmal. Daher solle es zum Nationalen Denkmal erklärt werden. Die Petition kann auch im Museum des Vereins in der Schöneberger Naumannstraße 36 unterschrieben werden: Öffnungszeiten Mi. 12-18 Uhr, Sa./So. 11-18. Auch der Initiator des Projekts, der Verein Amerikanischer Militär-Veteranen "The U.S. Field Station Berlin Veterans Group", hat für die Umsetzung seiner Pläne eine Kampagne gestartet. Der Verein hat sich mit mehreren Schreiben an die Bundeskanzlerin, an Klaus Wowereit, den Bezirk, das Landesdenkmalamt sowie Bundesrat und Bundestag gewandt. Bislang habe nur der Regierende Bürgermeister geantwortet, sagt Mark Hooker, der drei Jahre in Berlin stationiert war und heute im US-Staat Indiana lebt. Der Senat, so heißt es darin, hätte momentan keinen Einfluss darauf, was mit dem Gelände passiere, weil es sich im Privatbesitz befinde.

 

Käufer des Grundstücks auf dem Teufelsberg ist die "Maharishi-Weltfriedensstiftung", die durch die Kunst des "yogischen Fliegens" bekannt ist. Die Stiftung beabsichtigt, auf dem Teufelsberg eine Friedens-Universität zu errichten. Die Maharishi-Stiftung beabsichtigt, auf dem Teufelsberg einen 50 Meter hohen "Turm der Unbesiegbarkeit" zu bauen. Dazu ist eine Friedens-Universität für 1000 Studenten geplant. Baukosten: 120 Millionen Euro. "Wir halten an unseren Plänen fest", sagt Schiffgens. Von der Idee, ein Denkmal des Kalten Krieges zu errichten, halte er nichts. "Der Kalte Krieg ist vorbei, man sollte ihn nicht verewigen", sagt der Geschäftsführer. Er denke eher daran, mit dem "Turm der Unbesiegbarkeit" ein Denkmal für die deutsche Einheit zu schaffen.

 

Bei der Umsetzung des Projekts gibt es aber ein Problem: "Für das Grundstück gibt es kein Baurecht", sagt Klaus-Dieter Gröhler (CDU), Baustadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf. Daran werde sich auch nichts ändern. Das Land sei planungsrechtlich Waldfläche. Ob sich die Idee der amerikanischen Veteranen umsetzen lasse, könne er nicht einschätzen, sagt Gröhler.

kla- Quelle: welt-online

 

 
 
POSTEN:
SOG : Zuständig für die Durchführung der Wachanweisungen.
Posten 1: Zuständig für die Zugangskontrolle am Haupttor.
Posten 2: Zuständig für die Sicherung der Westseite des Areals.
Posten 3: Zuständig für die Sicherung der Ostseite des Areals.
Posten 4: Zuständig für die Sicherung der Nordseite des Areals.
 

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Welcher der ehemaligen Angehörigen des 6941st Gd Bn wird jemals den legendären Posten 2 vergessen! Der Postenweg verlief zwischen zwei, 1,20m  auseinanderliegenden Zäunen! Der innere der beiden Zäune war zudem mit Kontakt-Sensoren bestückt. Sobald man versehentlich den Zaun berührte war die, auf dem Teufelsberg tätige, Sonderabteilung der US-Militärpolizei zur Stelle.


Mehr über den Teufelsberg

Der Fall "Meister" Hüseyin Yildirim Er kam in den 70er-Jahren nach Berlin. Er war kein gewöhnlicher Gastarbeiter, er wollte nach oben. In Süddeutschland hatte er bei Mercedes Benz als Kfz-Meister gearbeitet und nebenbei eine Vielzahl von Geschäften angefangen. Diamantenhandel, Versicherungen, Anlageberatung. Auf seiner Suche nach neuen Geschäftspartnern sprach er 1979 in Ost- Berlin bei der HVA (Hauptverwaltung Aufklärung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR) vor.


Die HVA interessiert sich zu dieser Zeit vor allem für die Abhörstation auf dem Teufelsberg. Auch der große Bruder - die Sowjetunion - will wissen, was da passiert. Doch das Gelände ist hermetisch abgeriegelt. Nur streng überprüfte Soldaten des INSCOM - die Geheimdiensteinheit der US-Armee - kommen hier herein.


Sehr schnell findet Yildirim eine Stelle als KFZ-Meister im "Auto Craft Shop", der Selbsthilfewerkstatt für die US- Soldaten in der größten US-Kaserne - den Andrews Barracks in der Lichterfelder Finckensteinallee. Hier ist er nach kurzer Zeit sehr beliebt, wird von allen "The Meister" genannt. In dieser Werkstatt verkehren vor allem die Soldaten jener INSCOM-Einheit, die auf dem Teufelsberg im Schichtdienst 24 Stunden den Feind abhören. Von der HVA hat Yildirim den Befehl, hier Kontakte zu solchen Soldaten aufzubauen, die Zugang zu den geheimen Informationen haben.
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